IM WINTER AUF ZANDER

Wieder einmal haben wir zur Zeit einen recht milden Winter mit Temperaturen zwischen 5 bis -3°C.

Ich hatte in letzter Zeit einige Neuheiten aus dem Programm für das Jahr 2015 erhalten. Gerade die neuen Köder wollte ich testen, also nichts wie raus ans Wasser. Bei 4°C und leichtem Wind ging es gegen halb neun mit dem Boot raus auf den See. Vertikalfischen war angesagt. Das Wasser hatte 5,2°C und die Tage zuvor zeigte sich, dass die Fische immer noch nicht so tief standen. Nun machte ich meine Shigeki S 190MH fertig und montierte einen der neuen Gunki V²IB in 14,5cm mit einem 17g Rundkopfjig.

Meine Erwartungen an den V² IB waren auf Grund der recht weichen Gummimischung, der schlanken Form und dem kleinen Schwanz, groß. Dazu noch die kleine Rückenflosse zum Ende des Köders hin, die auch bei ganz langsamer Führung, sofort arbeitet. Dieser neue Köder ist in 4 Größen (7,5cm,10,5cm,12,5cm und 14,5cm) und in 7 Farben erhältlich. Das Gunki Safe Bag GM ist prädestiniert, um Gummiköder in ihren Verpackungen aufzubewahren und es passen sehr viele hinein.

Ich nutzte den leichten Drift, den mir der Wind brachte und der 17g Kopf reichte völlig aus, um den Grundkontakt in 8-9m Tiefe zu halten. In diesem Bereich standen die letzten Tage die Fische und immer wieder kamen kleine Mulden oder Hügel, die bis auf 6m anstiegen. Es folgte der erste „Biss“  und ein schöner Zander hatte den V²IB in weiß knallhart in der Schwebephase genommen.

Die Zander bevorzugten mal wieder eine etwas aggressivere Köderführung, sprich das schnelle Anheben des Köders. Nach einigen kleineren Zandern und ein paar Fehlbissen beendete ich den Tag.

Nun war auch meine Shigeki C-210H angekommen, denn ich wollte noch eine etwas stärkere Rute haben. Eine wirklich schöne Rute mit kräftigem Rückgrad und sensibel genug, um auch sanfte Anfasser zu spüren. Eine Spitzenaktion, die ideal ist, um Gummiköder zu fischen und man spürt jeden Ast oder Stein unter Wasser.

Nun zog es mich wieder raus aufs Wasser und ich hatte mich gleich mit einem Freund, Sebastian, verabredet. Boot beladen und los ging es. Auch hier hatten wir wieder Bisse in 8-9m Wassertiefe. Da sich an diesem Tag nur kleine Zander unsere Köder schnappten, beschlossen wir, am nächsten Tag etwas früher in den Tag zu starten. So trafen wir uns gegen sieben Uhr morgens und fuhren Richtung Boot. Es war 3°C und wieder leichter Wind mit 11Km/h. Wir stellten schnell fest, dass die Fische auf einmal nicht mehr in dieser Tiefe zu finden waren und steuerten eine etwas tiefere Stelle an. Hier standen sie dann bei 10-13m an der Kante und in Mulden. Gleich beim ersten Drift hatten wir beide Bisse, die wir nicht verwerten konnten. Beim zweiten Drift konnte dann Sebastian den ersten maßigen Zander landen. Heute standen sie im Vergleich zum Vortag, nicht auf das aggressive Anjiggen, sondern auf das ganz sanfte Anheben, fast schleifen lassen des Köders. Auch hier reichte ein 17g Jigkopf, um den Grundkontakt nicht zu verlieren.

Plötzlich ein knallharter Anbiss und  kräftige Kopfstöße zeigten mir, dass ein guter Zander angebissen hatte.

Wieder ein „Ü80“ Zander, der Zweite innerhalb von 14 Tagen.

Und wieder  brachte der V²IB 14,5cm in weiß den Erfolg. Die sanften Vibrationen des Schwanzes bei langsamer Führung, brachten den Zander zum Anbiss. Die Shigeki C-210H  war eingeweiht und das direkt mit einem richtig guten Fisch. Sie hat genug Kraftreserven um auch mit noch größeren Fischen fertig zu werden, ist dabei sensibel genug, um feinste Anfasser zu spüren. Sebastian hatte dann die nächsten 2 Anbisse, die jedoch beide ausstiegen. Dann auf einmal ein blitzschneller Anhieb und Sebastian konnte einen schönen knapp 60cm langen Zander mit dem V²IB in der Farbe Firetiger fangen.

Alle Fische die wir fingen, standen an der Kante zwischen 10-11m .Wir fischten dann bis fast 12 Uhr und beendeten nach einigen Fehlbissen den Angeltag, freuen uns jedoch schon auf die nächste Tour.

 

Bis bald

Euer Stephan