BACHFORELLENPIRSCH

Bachforellen sind mit Sicherheit eine der schönsten Fischarten und sie sind nicht nur schön, sondern es macht auch Spaß, sie zu beangeln.

Es ist ein besonderes Feeling in einem Bach zu stehen, umgeben von der Natur und mit leichtestem und feinstem Tackle in der Hand der Bafo nachzustellen.

Und wenn man sich an ein paar Regeln hält, steigt die erste Bachforelle meist auch recht schnell ein.

Es ist ein Vorteil immer gegen die Strömung zu laufen und somit auch gegen die Strömung zu angeln, denn die Bachforellen stehen auch gegen den Strom und warten darauf, dass etwas Fressbares auf sie zu schwimmt.

Jeder Stein ein Fisch... Nicht ganz, aber fast, denn hinter fast jedem größeren Stein könnte zumindest eine Bafo stehen.  Daher sollte man so einen Spot immer mehrmals  anwerfen.

Und jede Gumpe oder Vertiefung im Wasser ist auch ein Spot, wo sich fast mit Sicherheit eine Bachforelle aufhält. Ob sie dann auch zuschnappt, ist eine andere Frage.

Das Tackle sollte leicht und fein ausfallen und man sollte nicht zu viel mit sich rumschleppen. Das hat mehrere Gründe: zum einen will man Ermüdungsfrei angeln können und zum anderen muss man sehr leichtfüßig und leise durch den Fluss schleichen, fast schon Pirschen!

Deswegen nehme ich nur das Wichtigste mit.  Eine Rute, in meinem Fall die Gunki Kaze M 2-7 Gramm, und eine kleine Rolle mit dünner geflochtener Schnur. Ich nehme tatsächlich beim Bachforellenangeln auch eine Geflochtene in 0,08 oder 0,10 mm, vorgeschaltet mit Fluorocarbon in etwa 2 m Länge.

Es würde auch gehen, wenn man statt der geflochtenen Schnur eine durchgehende Fluorocarbonschnur nehmen würde, aber ich angele einfach lieber mit Geflecht und auch wenn man mal ein wenig Kraut im Bach hat, schneidet die geflochtene Schnur da eindeutig besser durch.

Am Ende des Fluorocarbonvorfaches befestige ich einen kleinen Snap und zwar den kleinsten von Pezon & Michel.

Da die Bachforellen Räuber sind, lassen sie sich sehr gut mit Kunstködern fangen. Eine Hand voll Köder in einer kleinen Box reichen am Forellenbach völlig aus.

Dazu gehören zwei kleine Spinner – ich schwöre auf den Rapide -, einige kleine Wobbler und Mini-Gummis an kleinen feinen Jigköpfen, das sollte schon alles sein, was man am Bach braucht.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich auf Spinner mehr Kontakte habe und auch mehr Fische fange. Die Großen aber fange ich bisher immer auf Wobbler und natürlich beißen auch die kleinen Bafos auf Wobbler.

Und das war auch dieses Mal so. Wir fingen viele Fische auf Spinner und auch mein Angelkollege Marco konnte einige schöne Bachforellen auf Spinner fangen.

Aber die beste Bachforelle die wir an diesem Tag fangen konnten, ging einmal mehr auf den Gunki Gamera 50 SP in der Farbe “Ghost Trout Fry“, ein Modell, das mittlerweile mein Lieblingsköder auf Bafo ist.

Bachforellen sind sehr sensible Fische. Darum sollte man sie nicht allzu lange außerhalb des Wasser haben, wenn man vor hat, sie wieder zurück zusetzen. Ich habe diese schöne Forelle von 56 cm wieder released und hoffe, dass ich sie irgendwann wieder fangen kann und sie dann über 60 cm hat  :)

Sucht euch einen schönen Bach und angelt doch mal auf diese wunderschönen Fische.

Ich wünsche Euch dabei viel Spaß

Euer

Christian Kitzki