MIT DEM V²IB AUF GROSSE ZANDER: DER KÖDER FÜR VORSICHTIGE FISCHE

ine Angelart, die es mir besonders angetan hat, ist die Jagd mit Softbaits auf große Zander. Es ist eine spezielle Technik, bei der man unterschiedlichste Parameter berücksichtigen muss, um sich nicht nur auf das Glück zu verlassen. Folgend einige meiner Tricks, die man einfach mal ausprobieren kann, um diese sehr vorsichtigen Fische zum Anbiss zu bewegen.

Als wäre es pure Absicht gewesen, heulte an meinem freien Tag der x-te Sturm über Nordfrankreich, als ich angeln gehen wollte. Windböen mit bis zu 90 km/h, Schneeregen und nur ein magerer Grad über Null. Einer Sache konnte ich mir bei diesen Bedingungen sicher sein - ich würde viele Angler auf dem Wasser treffen. Jedoch waren die Bedingungen einfach zu gut für das, was ich vorhatte: einen bestimmen Zielfisch fangen, einen großen, einen sehr großen Zander!

Es war gerade halb Elf, als ich mich auf den Weg zu den kalten, windgepeitschten Flussbänken machte, die mich hoffentlich mit etwas belohnen würden, das mich aufwärmte! Am Spot angekommen, sah die ganze Sache ziemlich gut aus. Die großen Fische (Brassen), die ich am Vortag bereits entdeckte, waren noch immer vor Ort. Der Wind hielt sich in Grenzen und der starke Regen der letzten Zeit hatte das Wasser stark eingetrübt. Die Dinge sahen einfach perfekt aus, für das was ich gerade zu fangen versuchte.

Strömungsarm, ausreichend Nahrung und viele Versteckmöglichkeiten… der typische Hot Spot für große Fische.

Ich montierte den V²IB in der 14,5 cm Variante im „Blue Ice“ Dekor, einem Köder dem ich auf der Suche nach Stachelrittern in der Rekordklasse, blind vertraue. Wenn ich mich für einen einzigen Softbait für diese Art der Angelei entscheiden müsste, es wäre der V²IB. Sein Körper in Form einer Ukelei, gepaart mit seiner einzigartigen Schwanzflosse und der besonderen Beschaffenheit der „Membrane“, erzeugen eine unvergleichliche Doppelvibration, der die Zielfische einfach nicht widerstehen können. Sobald die Temperaturen rapide fallen und die Fische zum Grund wandern oder wenn nichts Anderes zu helfen scheint, dann gebt diesem Köder eine Chance.

V²IB, DER Köder, wenn die Fische nicht beißen.

Direkt zu Beginn meiner Angeltour spürte ich wie die Brassen meine geflochtene Schnur berührten, was meine Erfahrung vom Vortag bestätigte. Die Anwesenheit von Beutefischen ist eine grundlegende Voraussetzung bei der Suche nach Raubfischen, denn diese sind nie weit von ihrem Futter entfernt! Ich kurbelte meinen Köder immer wieder langsam ein, wobei mir mein 0,35er Vorfach dabei half, dass meine Montage durch das Wasser glitt. Diese Art der Köderführung hat mir in der Vergangenheit bereits viele gute Fische beschert. Ein anderer Tipp: das Faulenzen. Lasst den Köder auf den Grund absinken und dort einfach einige Sekunden liegen. Dies in Kombination mit dem ILLEX NITRO BOOSTER Lockstoff hilft, die besonders vorsichtigen Giganten zu überlisten. Das ganze Jahr hinweg sehen die Fische Tonnen von Kunstködern über ihren Köpfen herumfliegen, aber Köder, die einfach auf den Grund fallen und dort für eine Weile liegen bleiben… Warum dem Futter hinterher jagen, wenn man den Leckerbissen, der auch noch großartig riecht (aus der Sicht des Fisches zumindest), einfach vom Boden pflücken kann? Denkt immer daran, dass es einen guten Grund hat, warum die Giganten so groß geworden sind. Man muss etwas tun, dass sie so noch nie zuvor gesehen haben.

Eine unwiderstehliche Kombi: V²IB + ILLEX Nitro Booster.

Es war genau in so einer, der bereits angesprochenen, langen Pause, in der ich einen sagenhaften Biss bekam! Kein bekannter „Tock“ im Handgelenk, sondern lediglich meine Geflochtene, die sich straffte und plötzlich begann nach rechts zu schwimmen… ANHIEB! Als meine IRON-T auf Anschlag war und meine THG FV 2500 herrlich schrie, wusste ich, dass nun der Moment gekommen war, der meine Finger wieder auftauen ließ. Da war er, der gigantische Zander nach dem ich gesucht hatte. Er hatte meinen Köder wie einen toten Beutefisch vom Boden gepickt. Genau das ist das Geheimnis vom V²IB - selbst wenn er stumpf am Grund liegt, sorgt seine Beschaffenheit dafür, dass er trotzdem, leicht in Bewegung bleibt.

Der Drill war unbeschreiblich. Die Aktion meiner Rute und die perfekt arbeitende Bremse meiner Rolle konterten tadellos den Widerstand des enormen Zanders. Nach langen 15 Minuten glitt ein massiver Stachelritter ins Netz. Es war geschafft, ich hatte meinen Monsterzander! Nach ein paar zügigen Fotos, schwamm die Schönheit bereits einen Augenblick später dahin zurück, wo sie hingehörte. So ging ein kurzer, aber intensiver Morgen zu Ende. Überzogen von Gänsehaut, die einerseits der Kälte und andererseits dem Adrenalin in meinen Körper geschuldet war, grinste ich wie ein Verrückter vor mich hin.

Große Zander erfolgreich zu fangen, ist nicht nur Glück.

Die GUNKI V2-Range, und darin besonders der V²IB, verfügen über diese besondere Vibrations-Signatur, durch die es tatsächlich gelingt solche Ausnahmefische zum Anbiss zu bewegen. Ein etwas dickeres Vorfach als eigentlich notwendig, kann ebenfalls ein echtes Plus während solcher Bedingungen sein. Der dadurch zusätzlich erzeugte Widerstand sorgt für ein besseres Gleiten des Köders durch das Wasser - ein einfacher, aber sehr effizienter Trick beim langsamen Einkurbeln. Und vergesst nicht einen guten Schuss Nitro Booster, denn dieser kann besonders unter schwierigen Bedingungen wirklich entscheidend sein!

 

Tight lines,

Clément Francq