Stürmischer Start

Um das Jahr 2015 zu eröffnen, traf ich mich um 9.30 Uhr mit meinem Kumpel Klaus an unserem Boot. An diesem Tag war es recht stürmisch mit starken Böen, was ein Fischen vom Boot aus recht schwierig machte. Dennoch wollten wir unbedingt raus aufs Wasser um Vertikal zu fischen.

Das Wasser war sehr trüb und die Sichttiefe betrug weniger als 50cm. Daher richtete ich meine Rute, die Shigeki S 190MH und montierte einen 5,1“ Grubby Shad in Lemon Ice mit einem 28g Jig. Wenn der Jig leichter gewesen wäre, hätte man den Grundkontakt auf Grund der Sturmböen nicht halten können.

An der ersten Kante, die zwischen 9-11m abfällt, ließen wir uns vom Wind treiben. Nach einigen Metern dann harter Grund. Plötzlich Holzkontakt… jetzt aber aufpassen, hier verstecken sich gerne die Zander. Ein knallharter Biss in der Schwebephase des Köders und der erste Zander konnte nach kurzem Drill ins Boot geholt werden.

Er hatte den 5,1“ Grubby Shad voll genommen. Das leichte Anheben des Köders und 3-4 Sekunden in der Schwebe halten, hatte ihn zum Anbiss verleitet.

Nun wurden die Böen immer stärker und wir bremsten die starke Drift mit drei Eimern ab. Diese hatten wir hinter dem Boot an einer Leine befestigt. So konnten wir, wenn nötig, immer einen entfernen oder dazu hängen, um die Driftgeschwindigkeit zu regeln.

Jetzt drifteten wir über sehr harten Grund einer Kiesbank, die von 11m auf 7m ansteigt und danach wieder langsam auf 9-10m abfällt. Genau als wir diese Kiesbank wieder hinunter gedriftet waren, kam wieder ein knallharter Biss! Kräftige Kopfstöße kündigten einen starken Zander an.

Was für ein schöner Fisch! Wieder war die Kombination der verschiedenen Faktoren der Schlüssel zum Erfolg: die Farbwahl des Köders (neongelb-weiß),der Anis Flavour und die Köderführung. An diesem Tag kamen die Bisse nur, wenn man den Köder langsam aus dem Handgelenk angehoben hatte. Zu aggressiv geführte Köder hatten keinen Biss gebracht. Bei 10C° und zwischendurch leichter Nieselregen war es angenehm zu fischen. Eine Weile danach haben wir dann abgebrochen, da die Sturmböen zu stark wurden, um noch weiter kontrolliert zu fischen.

Bis zum nächsten Mal!

Euer Stephan